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Liebes Kollegium,
was sind eigentlich "KI-Agenten" bzw. wo liegt denn jetzt der Unterschied zu "KI-Assistenten" oder "KI-(Chat-)Bots"? Diese Frage erreichte uns kürzlich und die YouTube-Videos zu diesem Thema werden in ihrer Fülle immer unübersichtlicher.
"KI-Assistenten" sind Systeme, die auf Ihre Eingabe warten, d. h. sie arbeiten reaktiv, sie handeln nicht eigenständig und haben (i. d. R.) keinen Zugriff auf Ihre internen Daten oder zusätzliche Tools. Ein klassisches KI-Assistenzsystem können Sie in Form eines Chatfensters nutzen, in das Sie eine Anweisung eintippen und daraufhin einen Output generiert bekommen.
Bei vielen "KI-Assistenten" kann man aber auch bereits Daten für die Verarbeitung freigeben. So kann man dann Workflows für den Umgang mit eigenen Daten festlegen. Das kann bspw. bedeuten, dass Sie dem System Zugriff auf Ihr E-Mail-Postfach geben und festlegen, was das Assistenzsystem mit neu eingehenden E-Mails tun soll. Z. B.: auf Anhänge prüfen; wenn Anhänge vorhanden, herunterladen; Text extrahieren; bestimmte Felder auslesen und als Output bestimmte, konkrete Informationen ausgeben. So könnte das System bspw. Rechnungen erkennen und Überweisungsdaten extrahieren. "KI-Assistenten" wurden und werden bereits in verschiedenen Formen in unserer Lehre eingesetzt und wir haben bereits mehrfach in diesem Newsletter dazu berichtet - so beispielsweise über Prof. Nitzes Lerntutor "StuddyBuddy" aus 2023, oder Prof. Froschs Rollenspiel-Chatbot "Talk2Transform" aus 2024.
Ein "KI-Agent" geht noch darüber hinaus bzw. "handelt" das System hier mehr, als dass es nur "reagiert": in diesem Fall kann das System, basierend auf Daten, "selbstständig" Entscheidungen treffen. Das System folgt hierbei keinem klar hinterlegten Workflow, sondern handelt zielorientiert. Das bedeutet, dass der Mensch zuvor ein Ziel festgelegt hat, aber der Weg zur Erreichung offen ist. Das System wählt dann "selbständig" konkrete Schritte und Tools aus, um das Ziel zu erreichen.
Die Grenzen oder "Leitplanken", innerhalb derer Assistenten- oder Agenten-Systeme handeln können, müssen vom Menschen vorgegeben werden. So sollten nur die nötigsten Berechtigungen gegeben und auf widerrufbare Zugriffe geachtet werden. Im dienstlichen Kontext ist es zudem wichtig, dass interne Richtlinien (wie die Cloud-Richtlinie der THB und die bald erscheinende KI-Richtlinie) beachtet werden. Auch sollte Klimaschutz eine Rolle spielen. Mehr dazu lesen Sie unter "Themen".
Wenn Sie tiefer in die Thematik der "KI-Agenten" einsteigen möchten, finden Sie auf der Bildungsplattform KI-Campus einen einführenden Blogbeitrag dazu, sowie Selbstlernkurse, darunter: "Agentic AI: The New Software Paradigm" (herausgegeben u.a. vom HPI, bisher nur auf Englisch, Umfang 10 Stunden) und "Methoden der KI I - Intelligente Agenten" (herausgegeben u. a. vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz [dfki], auf Englisch mit deutschen Untertiteln, Umfang 12 Stunden).
Ihr Team für Digitale Lehre, Qualität der Lehre und Digitale Barrierefreiheit
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| Themen |
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Expert:innen für Validierung eines KI-Kompetenzmodells gesucht
Ein Forschungsprojekt der Universität Paderborn beschäftigt sich mit Anforderungen an KI-Forschende und sucht für die Validierung eines passenden Kompetenzmodells nach Expert:innen: zur Projektbeschreibung und zum Vorab-Fragebogen. Unter Verwendung der Nominal Group Technique (NGT) soll das Kompetenzmodell im Laufe des Projekts weiterentwickelt werden. Das daraus resultierende Modell kann dann als Grundlage für die Planung, Gestaltung und Unterstützung informeller und formaler Lernprozesse dienen.
ZDT - Hochschuldigitalisierung made in Brandenburg
Da uns immer mal wieder die Frage erreicht: "Was ist eigentlich das ZDT und hat das etwas mit mir zu tun?" wollen wir Ihnen hierzu einen kurzen Überblick geben: ZDT steht für "Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation". Es handelt sich um einen Kooperationsverbund der brandenburgischen Hochschulen, der sich - gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg - auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Digitalisierung verständigt hat. Ein Rat von IT-Beauftragten der Hochschulen (bei uns vertreten durch unseren CIO, Prof. Dr. Tino Schonert) entscheidet über die Aktivitäten und die strategische Ausrichtung dieses Kooperationsverbundes. Eine Geschäftsstelle, mit Sitz an der TH Wildau, koordiniert diese Aktivitäten dann. Dazu zählen gemeinsame Projekte, Dienste, Kompetenzstellen, sowie die Erarbeitung gemeinsamer Ziele und Perspektiven. Das ZDT veranstaltet auch regelmäßig Austauschformate - bei einigen davon sollen ausdrücklich verschiedene Zielgruppen zusammengebracht werden, auch sehr gern interessierte Lehrende, denn es geht immer wieder auch um digitale Lösungen für Lehrprozesse. Eine noch junge Veranstaltungsreihe mit dem Titel "KI-Lagerfeuer" ermöglicht einen lockeren, offenen Austausch zu spezifischen Themen im Bereich von KI unter den Hochschulen in Brandenburg. Das nächste KI-Lagerfeuer findet am 16. März statt, unser Kollege Marvin Prigenitz gibt dann u. a. einen Einstieg in Retrieval-Augmented Generation (RAG), zur Veranstaltung und Anmeldung.
KI und Klima
Die Nutzung von generativen KI-Tools ist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden und es ist wichtig, hierfür zu sensibilisieren: Eine Anfrage im KI-Chat kann soviel Energie verbrauchen wie 10-50 Suchmaschinenanfragen. Große Modelle verbrauchen dabei mehr als kleine. Bild- und Videogeneration haben nochmal einen signifikant höheren CO2-Fußabdruck und "Bereits ein fünfsekündiges Video benötigt rund 700 Mal mehr Energie als ein einzelnes Bild." (Quelle: Beitrag auf socialmediawatchblog.de mit Übersicht zu verschiedenen Medienberichterstattungen und Studien) Nutzende sollten daher den Einsatz von KI-Tools im Sinne einer nachhaltigen Hochschulpraxis kritisch hinterfragen. Eine Nutzung sollte stets bewusst, zielgerichtet und ressourcenschonend erfolgen. Ganz praktisch bedeutet das z. B. präzise Prompts zu formulieren um unnötige Interaktionen zu vermeiden, große Modelle nicht für einfache Anfragen (wie Text umformulieren) zu nutzen und Bilder und v. a. Videos nur zu erstellen, wo es sinnvoll ist. Was aber auch stimmt: die individuelle Nutzung von KI-Chats macht nur einen kleinen Anteil des enormen Ressourcenverbrauchs von KI aus, problematisch sind regelmäßige oder große Videoproduktionen und natürlich der enorme Energie- und Wasserverbrauch von Big Tech-Unternehmen. Der Betrieb und Ausbau ihrer Rechenzentren kann nicht mehr allein durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
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Camtasia, PlagAware
Im Februar hatten wir Sie per Umfrage gebeten, Ihre Bedarfe an den Softwares Camtasia und PlagAware anzugeben. Das Ergebnis: 32 Personen möchten (weiterhin) PlagAware nutzen, 17 Personen Camtasia. Wir streben daher eine Weiternutzung an, allerdings mit kleineren Lizenzpaketen als bisher. Um beide Tools weiterhin anbieten zu können, sind wir jedoch auf einen positiven Bescheid unserer Kostenplanung angewiesen. Voraussichtlich entsteht somit ab 27.03. eine Zeit ohne aktuellen Camtasia-Servicevertrag. Was bedeutet das? Camtasiaversionen aus 2025 und 2026 funktionieren dann nicht mehr (ab Version 2025 hat der Hersteller auf ein reines Abonnementmodell umgestellt, ohne aktiven Servicevertrag/Abo erhalten Sie keinen Zugriff auf die 2025er Version oder neuere). Die Versionen 2024 und ältere laufen aber weiterhin. Sie können diese älteren Versionen hier herunterladen. Den Lizenzschlüssel erhalten Sie unter diglehre[at]th-brandenburg.de. Die aktuelle Version der Plagiatserkennungssoftware PlagAware läuft noch bis Ende August. Mittlerweile kann in PlagAware ein integrierter "KI-Detektor" genutzt werden, der per Stilanalyse arbeitet. Das heißt, Sie können im hochgeladenen Text nicht nur nach Plagiaten, sondern auch nach KI-stereotypischen Formulierungen (und somit nach Ghostwriting) suchen. Bitte beachten Sie jedoch, dass solche sogenannten KI-Detektoren sehr kritisch diskutiert werden. Sie gelten als fehleranfällig und datenschutzrechtlich problematisch. Zudem kann KI-generierter Text, wenn ordentlich dokumentiert, eine gewollte professionelle Nutzung von KI-Tools darstellen (z. B. Umformulierung im Sinne einer Schreibassistenz, z. B. für internationale Studierende). Qualitätssicherung sowie Entscheidungen bezüglich Beurteilung und Notenfestsetzung bleiben menschliche Verantwortung und Verpflichtung.
Overleaf
Der kollaborative, cloudbasierte LaTex-Editor "Overleaf" kann für das Schreiben, Bearbeiten und Veröffentlichen wissenschaftlicher Dokumente verwendet werden. Über die Academic Cloud können Sie - als Mitglied einer teilnehmenden Einrichtungen (in diesem Fall die THB) - den Dienst kostenlos nutzen: Gehen Sie hierzu auf die Webseite der Academic Cloud auf Login/Anmelden, wählen zuerst "Föderierte Anmeldung" und schließlich die Technische Hochschule Brandenburg aus. Sie werden dann auf eine Anmeldeseite der THB weitergeleitet, wo Sie ihre gewöhnlichen Anmeldedaten verwenden können. Nach Anmeldung öffnen Sie diesen Link und können direkt ein neues Overleaf-Projekt erstellen. Bitte beachten Sie beim Arbeiten mit Overleaf unsere Cloudrichtlinie:
Daten, die einen sehr hohen Schutzbedarf haben, wie wissenschaftliche Daten mit Geheimhaltungsbedarf, Personalaktendaten und andere personenbezogene Daten dürfen nicht in einer Cloud geteilt werden.
Übersicht der THB-Tools für Ihre Digitale Lehre
Eine regelmäßig aktualisierte Liste methodischer Digitale Lehre-Software finden Sie hier. Fehlt ein Tool oder ist eine Information nicht mehr aktuell? Teilen Sie gern Ihr Wissen mit uns! |
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| Termine |
- 13.03.2026: Start der sqb Weiterbildung "Methoden zur Beratung von Lernprozessen"
- 16.03.2026, 15:00-16:30: KI-Lagerfeuer zum Thema Einstieg in Retrieval-Augmented Generation (RAG), Infos und Anmeldung
- 18.03., 13:15-13:45 Uhr: KI-kompakt - Breaking News aus der KI-Welt der HS Mainz, zur Anmeldung, weitere Infos
- 19.03., 11:30-12:00 Uhr: THB-Online-Workshop zu Barrierefreiheit in Word und PowerPoint, zum BBB-Veranstaltungsraum
- 20.03., 10:00-16:00 Uhr: KI-Connect - Gemeinsam die KI-Zukunft der Brandenburger Hochschulen gestalten, Tagung des MWFK im Audimax der Universität Potsdam, Anmeldung für alle Hochschulangehörigen bis 15.03. möglich
- 24.03., 10:00-10:45 Uhr: "Wichtige Schritte zur Veröffentlichung: Ein Blick hinter die Kulissen mit IEEE", im Rittersaal der THB und online, IEEE Client Services Managerin Eszter Lukács gibt Einblicke in das Publizieren mit IEEE
- 15.04.2026: Start der sqb Weiterbildung "Gruppenarbeiten prozessorientiert begleiten – Nachhaltiges Peer-Learning fördern"
- 22.-24.06.2026: University:Future Festival (U:FF), Präsenzbühnen u. a. in Berlin, sowie Onlineteilnahme möglich, es können bereits kostenfreie Tickets gebucht werden
Rückblick
- 10.02., LEHR|KRAFT zu "Einsatz des KI-Tools Cursor in der Programmierlehre"
[Prof. Dr. O. Lobachev], zur Aufzeichnung in Moodle (online)
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