Empfehlungen für die Erstellung von barrierefreien/barrierearmen Word-Dokumenten

Barrierefreie/ -arme Word Dokumente sind mit einem Screenreader und Vergrößerungssoftware lesbar, klar gestaltet und strukturiert, der Fokus liegt auf der Informationsvermittlung. 

Kurz und Knapp

  • Strukturierung Sie ihre Dokumente mit Hilfe der von Word zur Verfügung gestellten Formatvorlagen. Dies gilt für Überschriften, Abbildungs- und Tabellenbezeichnungen, Absätze, Inhaltsverzeichnisse etc. Sehbehinderte Menschen, die z.B. auf einen Screenreader angewiesen sind, können Ihre Texte sonst nicht sinnvoll verstehen.

  • Setzen Sie Farben sparsam ein. Zu viele Farben können den Lesefluss stören und ablenken. Nicht jede Person, die Ihr Dokument liest, kann alle Farben deutlich wahrnehmen. Wenn Sie Informationen ausschließlich über Farben vermitteln, kann es sein, dass Ihren Leser:innen einige Informationen entgehen.

  • Wenn Sie mehrere Sprachen in einem Dokument verwenden, markieren Sie diese Absätze und stellen Sie die richtige Sprache ein. Wenn Sie z.B. einen englischen Absatz in Ihrem Dokument haben, der Text aber auf "Deutsch" eingestellt ist, haben viele Screenreader Probleme, diesen korrekt vorzulesen. 

  • Wenn Sie Links/URLs verwenden, fügen Sie entsprechende Hyperlinks ein und benennen Sie diese eindeutig und leicht verständlich, da Screenreader sonst die gesamte URL vorlesen.  Bspw. URL: https://qdl.th-brandenburg.de/digitale-lehre/tools-fuer-digitale-online-lehre/ . Im Fließtext würde es dann heißen: [...] eine ausführliche Liste mit Tools für die digitale online Lehre [...]. 

  • Verwenden Sie eine serifenlose Schrift (Arial, Helvetica, Tahoma). Hervorhebungen wie Großbuchstaben, Fett, Kursiv oder andere Texteffekte sparsam einsetzen. Der Zeilenabstand beträgt mindestens 120%. Der Text ist linksbündig. Diese Einstellungen tragen zur Lesbarkeit Ihres Dokuments bei, indem sie den Lesefluss unterstützen. 

  • Grafiken sind mit einem kurzen und prägnanten Alternativtext zu versehen. Grafiken ohne inhaltliche Bedeutung sollten als dekorativ gekennzeichnet werden. Verwenden Sie keine Grafiken oder WordArt, um Textinhalte darzustellen. Wenn Sie sich mit der Erstellung von Alternativtexten überfordert fühlen, gibt es  verschieden Tools, die Sie bei der Erstellung von Alternativtexten unterstützen. 

  • Bei Tabellen ist darauf zu achten, dass alle Spaltenüberschriften als "Kopfzeile" und alle Zeilenüberschriften als "Erste Spalte" gekennzeichnet sind. Die Spaltenüberschrift wird auf jeder Seite als "Kopfzeile" wiederholt. Komplexe Tabellen sollten in mehrere einfache Tabellen aufgeteilt werden. 

 

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie in Word eine Barrierefreiheitsprüfung durchführen. Gehen Sie auf "Datei", im Menü auf der linken Seite auf "Informationen". Unter "Dokument prüfen" / "Auf Probleme prüfen" wählen Sie dann "Barrierefreiheit prüfen". Bei neuen Dokumenten können Sie diese Einstellung bereits zu beginn aktivieren und mitlaufen lassen!

 

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